NEPTUN Wasserpreis 2011 geht in die Steiermark: „Denk KLObal!“ – Österreichs beste Info-Kampagne

Bundesminister Niki Berlakovich zeichnete die Umwelt-Initiative „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal“ der GSA – Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger mit dem begehrten NEPTUN Wasserpreis aus. Die entscheidende Kreativ-Idee stammt von der Kommunikations-Agentur josefundmaria.

Nach dem PR-Panther 2010, holte die Aufklärungs-Kampagne „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal“ nun beim österreichweiten NEPTUN Wasserpreis 2011 erneut den Sieg in die Steiermark. 250 Projekte – so viele Beiträge wie nie zuvor – waren für vier Fachkategorien nominiert. Die weiß-grüne Informationsoffensive, an der bereits 280 Städte und Gemeinden beteiligt sind, überzeugte die Experten-Jury in der Kategorie WasserKOMMUNIKATION: „…Das sonst oft tabuisierte Thema Abwasserkanal, das jedoch zum Wasserkreislauf wesentlich dazugehört, wird in eine sympathische und gut umgesetzte Informationskampagne gestellt… Durch die landesweit in der Steiermark erfolgte Einbindung von Gemeinden, Schulen, Unternehmen, Gastronomie- und Tourismusbetrieben sowie öffentlichen Einrichtungen konnte große Breitenwirkung erzielt werden.“

Ziel der Aufklärungs-Kampagne „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal“ ist die Bewusstseinsteigerung für die enorm hohen volkswirtschaftlichen Kosten, die durch unsachgemäße Entsorgung über den Kanal (Hygieneartikel, Strümpfe, Altöle bis hin zu Tierkadaver) bzw. Fremdwassereinleitung verursacht werden und die Werterhaltung der kommunalen Infrastruktur ‚Abwasserentsorgung‘ auf Dauer sicherzustellen. Jeder kann etwas beitragen, damit die Kanalbenützungsgebühren nicht weiter steigen.

Der NEPTUN Wasserpreis wird seit 1999 alle zwei Jahre in vier Kategorien, WasserSCHUTZ, WasserWELT, WasserKOMMUNIKATION und WasserKREATIV, vergeben und würdigt Innovationen, Kommunikation und kreative Ideen rund um das Wasser.

 

NEPTUN Wasserpreis 2011 für die Steiermark: Vst.Dir. DI Wolfgang Malik, Holding Graz; Geschäftsführer der Werbeagentur josefundmaria Josef Rauch und Heribert Maria Schurz; Obmann der GSA Dipl.Ing. Franz Hammer; Bundesminister Niki Berlakovich; Michael Lechner, Abwasserverband Grazerfeld; Hofrat DI Johann Wiedner, Leiter der Abteilung 19 – Wasserwirtschaft und Abfallwirtschaft, Land Steiermark; Ing. Johann Mayer, Geschäftsführer Abwasserverband Grazerfeld und Bürgermeister von Hengsberg, GF DI Alois Lafer, AWV Feldbach mittl. Raabtal und Mag. Karl Aigner, Geschäftsführer von Pipelife Austria GmbH & Co KG (v.li.n.re.) © Foto: Christian Husar

josefundmaria: Beste PR-Kampagne des Jahres

Einen der begehrtesten Preise des Landes, den PR-Panther 2010, überreichte LR Dr. Christian Buchmann an die Kommunikations-Agentur josefundmaria

Einen der begehrtesten Preise des Landes, den PR-Panther 2010, überreichte LR Dr. Christian Buchmann an die Kommunikations-Agentur josefundmaria für das Umwelt-Projekt „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal!“ im Auftrag der GSA – Gemeinschaft Steirischer Abwasserentsorger zur Kanal- und Abwasservorsorge.

„Das Projekt überzeugt durch detaillierte Schlüssigkeit, Effizienz in jeder Kommunikationsphase und eine ausgeprägte journalistische Verwertbarkeit“, so Jury-Vorsitzender FH-Prof. Mag. Dr. Heinz M. Fischer über das Siegerprojekt, an dem bereits über 250 Städte und Gemeinden beteiligt sind. Ziel der Aufklärungs-Kampagne „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal“ ist die Bewusstseinsteigerung für die enorm hohen volkswirtschaftlichen Kosten, die durch unsachgemäße Entsorgung über den Kanal (Hygieneartikel, Strümpfe, Altöle bis hin zu Tierkadaver) bzw. Fremdwassereinleitung verursacht werden und die Werterhaltung der kommunalen Infrastruktur ‚Abwasserentsorgung’ auf Dauer sicherzustellen. Jeder kann etwas beitragen, damit die Kanalbenützungsgebühren nicht weiter steigen. Der PR-Panther, der gute Public Relations und das kreative Schaffen würdigt, wurde von der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Steiermark in Kooperation mit dem Steirischen Presseclub, Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation, FH JOANNEUM, Land Steiermark – Ressort Wirtschaft, Innovation und Kultur bereits heuer zum dritten Mal verliehen.

PR-Panther 2010 für josefundmaria: LR Dr. Christian Buchmann, Michael Lechner, Abwasserverband Grazerfeld, Geschäftsführer josefundmaria Josef Rauch und Heribert Maria Schurz und Obmann der GSA Dipl.Ing. Franz Hammer. (v.li.n.re.) © Foto: Fischer

AufKLÄRung macht Schule

Montag, 14. Juni 2010. 10.00 – 13.00 Uhr. VS Seiersberg. „Was Hänschen nicht lernt,…“ – kostet Hans später so einiges. Hygieneartikel oder Speisereste, die unsachgemäß über den Kanal entsorgt werden, verursachen weit mehr als 6 Mio. Euro an Mehrkosten!

Im Rahmen der „Denk KLObal“-Initiative klärten Michael Lechner und Wolfgang Probst vom AWC Grazerfeld 70 SchülerInnen in der VS Seiersberg auf.

„Was war der ungewöhnlichste Fund?“, „Werden die toten Tiere dann begraben?“, „Wie schaut es eigentlich in einer Kläranlage aus?“ 70 begeisterte SchülerInnnen aus drei Klassen der VS Seiersberg bombardierten Michael Lechner geradezu mit Fragen. „Es ist toll, wie viel Interesse die Kinder an diesem Thema von sich aus mitbringen. Sie gehen fast gänzlich ohne Scham mit dem für Erwachsene oftmals komplizierten Thema ‚Kanal’ und ‚Toilette’ um,“ freut sich der Initiator der Informationsoffensive „Denk KLObal, schütz‘ den Kanal“.

Wie die tägliche Arbeit der heimischen Abwasserreinigungsunternehmen und deren Abwassertechniker zeigt, gibt es steiermarkweit noch so einiges an Informationsbedarf. Essensreste, Hygieneartikel, wie Tampons und Binden, Motoröle und Bauschutt sind gängige „Fundstücke“. Aber auch ein 30-m-langer Gartenschlauch und Bohrmaschinen waren schon dabei. Hier sind vor allem die Eltern gefordert, ihren Kindern als gutes Beispiel voranzugehen.

„Die Erfahrung zeigt, dass Schülerinnen und Schüler eigentlich kaum Fehlwürfe verursachen, aber es ist wichtig mit der Aufklärungsarbeit möglichst früh zu beginnen. Nur wenige Steirerinnen und Steirer wissen, welche schwerwiegenden Folgen unsachgemäße Entsorgung für die großen unterirdischen und kostspieligen Leitungslängen und Anlagen(teile) nach sich ziehen,“ weiß Michael Lechner. Mit der Informations-Offensive „Denk KLObal, schütz’ den Kanal!“ soll nun das Bewusstsein für das steirische Kanalnetz geschärft werden um die hohen volkswirtschaftlichen Kosten einzudämmen.

Jeder kann etwas dazu beitragen, die Kanalbenützungsgebühren zumindest nicht weiter steigen zu lassen. Wie leicht das geht, wissen jetzt auch die SchülerInnen der VS Seiersberg: „Das Öl von den Fischstäbchen kommt in den Öli.“ „Die alten Medikamente bringen wir zurück in die Apotheke.“ Und die Essensreste? „Die kommen in den Biomüll.“

Am Dienstag, dem 15. Juni 2010, um 8:30 Uhr ging es von der Theorie in die Praxis über. Der AWV Grazerfeld öffnete den SchülerInnen die Türen und gewährte Einblicke in die fachgerechte Abwasserreinigung sowie in den Kanalschaupark.